5 Elektroautos, unterschiedliche Konzepte

Das Thema Umweltschutz ist nun auch schon seit längerem bis in die Automobilindustrie vorgedrungen und verschiedene Anbieter kommen nach und nach mit ihren Elektrofahrzeugen auf den Markt. In diesem Artikel werden fünf Elektroautos vorgestellt um einen Eindruck davon zu geben, was bisher realisiert wurde und zukünftig im Bereich des Möglichen liegt. Hierzu werden Kurzprofile zum Citroen C Zero, dem Mitsubishi i-MiEV, dem Peugeot iON, dem Renault Twizy und dem BMW i3 gegeben. Dabei bauen die ersten drei Autos auf dergleichen Plattform auf und ähneln sich daher sehr, der Renault Twizy ist ein Elektrokleinstfahrzeug, welches größenmäßig sogar den Smart schlägt und der BMW i3 ist aktuell noch eine Designstudie, die im Jahr 2013 in Serie produziert werden soll und vollkommen neue Maßstäbe setzt.

Citroen C Zero

Der C Zero ist mit einer 16 KWh-Lithium-Ionen-Batterie ausgestattet und verfügt über 49 kW (67 PS). Seine Höchstgeschwindigkeit liegt bei 130 Kmh und nach maximal 150 Kilometern tut man gut daran, eine Steckdose aufzusuchen. Die normale Ladedauer beträgt sechs Stunden, eine Schnellladung kann die Batterie in einer halben Stunde allerdings wieder zu 80% aufladen.

Nach 150 Kilometern ist die Batterie des C Zero ermüdet.

 Der Preis inklusive Mehrwertsteuer beträgt 29.393 Euro. Zur Ausstattung gehören neben ABS, ESP und ASR auch elektrische Fensterheber und Außenspiegel, Klimaanlage, Bordcomputer, Radio, CD, MP3 und Zentralverriegelung. Zusätzlich ist z.B. auch eine Einparkhilfe oder ein Philips DVD-Video-System zu haben.

Mitsubishi i-MiEV

Seit Ende 2010 ist der i-MiEV im europäischen Raum erhältlich und seit dem Frühjahr 2012 gibt es sogar schon seine zweite Generation, die ein hochwertigeres Interieur aufweist. Die technische Ausstattung ist identisch mit dem Citroen C-Zero: Eine Lithium-Ionen-Batterie mit 49 kW (67 PS), eine durchschnittliche Reichweite von 150 Kilometern und eine maximale Geschwindigkeit von 130 Km/h. Eine Neuladung der Batterie erfolgt innnerhalb von acht Stunden an einer heimischen 230-Volt Steckdose. An einer speziellen Starkstrom-Steckdose ist das Elektroauto nach einer halben Stunde zu 80% geladen.

Zu einem Preis von 29.300 Euro ist der neue i-MiEV mit unter anderem folgenden Features erhältlich: Klimaanlage, elektrische Fensterheber und Außenspiegel, Zentralverriegelung, ABS mit Bremsassistent, Radio, CD, MP3 sowie einer Sitzheizung für vorne.

 

Der i-MiEV ist bereits in der zweiten Generation erhältlich.

Mit dem MiEV Remote System ist es möglich den Autoinnenraum während der Batterieaufladung zu heizen oder zu kühlen ohne den Fahrstrom aus der Batterie zu verbrauchen. Per Fernbedienung lässt sich zudem der aktuelle Ladestatus der Batterie überwachen sowie einen Timer für die Aufladung einstellen. Im NCAP-Crashtest hat der i-MiEV außerdem vier von fünf Sternen erhalten.

Peugeot iOn

Der Peugeot iOn, der bislang zur geleast werden konnte, steht seit Anfang 2012 auch zum Kauf zur Verfügung. Wie schon bei den Modellen C-Zero und i-MiEV verfügt dieses Elektroauto über eine Lithium-Ionen-Batterie mit 49 kW (67 PS). Die Fahrreichweite beträgt 150 Kilometer und der iOn bringt es insgesamt auf 130 Kmh. Aufgeladen kann das Auto innerhalb von acht bis neun Stunden an der heimischen Steckdose, an einer Schnellladestation ist der iOn nach nur einer halben Stunde schon zu 80 % aufgeladen.

Der Peugeot iOn verfügt über diegleiche technische Ausstattung wie der C-Zero und der i-MiEV.

Zur Ausstattung gehören zum Beispiel eine Audioanlage, ein Bordcomputer, eine Bluetooth-Freisprecheinrichtung, elektrisch anklappbare Außenspiegel, elektrische Fensterheber, Klimaautomatik und Zentralverriegelung. Auch verfügt der Kleinwagen über das Notrufsystem „Peugeot Connect SOS“, über welches man jederzeit manuell Hilfe anfordern kann und welches im Falle eines Autounfalles automatisch aktiviert wird. Für einen Preis ab 29.393 Euro ist das Auto erhältlich und verfügt schon über diverse Auszeichnungen wie „DasGoldene Lenkrad“, den „ÖkoGlobe 2010“ und die „eCarTec“ Auszeichnung.

Renault Twizy

Der Twizy ist ein etwas anderes Elektrofahrzeug: Es ist offiziell als Quad eingestuft und hat bei einer Leistung von 13 kW (18 PS) eine Höchstgeschwindigkeit von 80 Kmh. Der Twizy Urban 45 kann sogar bloß maximal 45 Kmh schnell fahren und darf von Personen ab 16 Jahren mit der Fahrerlaubnis der Klasse S gefahren werden. Beide Modelle verfügen über eine maximale Reichweite von 100 Kilometern. Ihre Lithium-Ionen-Batterie lässt sich innerhalb von 3,5 Stunden an einer heimischen Steckdose wieder aufladen.

Der Twizy ist offiziell als Quad eingestuft.

In dem 2.34 Meter langen und 1,23 Meter breiten Gefährt können zwei Personen hintereinander Platz finden. Damit hat der Twizy kleinere Gesamtmaße als ein Smart. Kurios: Standardgemäß wird der Twizy ohne Türen geliefert.  Nur durch Aufpreis lassen sich halbhohe Flügeltüren in das Gefährt einbauen. Somit ist der Twizy wohl eher ein saisonal zu gebrauchendes Elektroauto.

Zu haben ist der Twizy ab 6.990 Euro für das 45 Kmh-Modell bzw. ab 7.690 Euro für die normale Version. Allerdings muss die Batterie zusätzlich gemietet werden und das kostet monatlich nochmal mindestens 50 Euro. Die Ausstattung dieses Elektrofahrzeugs ist entsprechend überschaubar: Fahrerairbag, integrierte Kopfstützen, eine verriegelbare Lenkradsäule, eine beheizbare Windschutzscheibe und ein Bordcomputer gehören unter anderem zur Serienausstattung. Allerdings verzichtet der Twizy z.B. auf ABS, ESP und eine Klimaanlage.

BMW i3

Bei dem i3 handelt es sich um das derzeit fortschrittlichste Elektroauto, welches 2013 in Serie gehen soll.  Bei seiner Konzeption wurde besonders großer Wert darauf gelegt, das Auto so leicht wie möglich zu gestalten. Daher sind einige der Karosserieteile aus Karbon angefertigt worden. Somit kann der i3 im Vergleich zu anderen Autos seiner Klasse etwa 300 Kilogramm an Gewicht einsparen. Preislich gesehen soll der i3 unter 40.000 Euro liegen und damit günstiger als ein 5er-BMW sein.

Der BMW i3 unterscheidet sich in vielen Dingen von den bisherigen Elektroautos.

Der Elektromotor des i3 leistet 125 kW (170 PS) und innerhalb von nur vier Sekunden ist das Auto bei einer Geschwindigkeit von 60 Km/h, nach weiteren vier auf 100 Km/h. Mit einer Höchstgeschwindigkeit von 150 Km/h beträgt die Reichweite des i3 gleichermaßen etwa 150 Kilometer. Auf Wunsch kann auch ein Range Extender bestellt werden. Die Lithium-Ionen-Batterie benötigt etwa sechs Stunden für eine Vollladung, an einer Schnellladestation ist sie nach einer Stunde zu 80% aufgeladen.

Im Innenraum des i3 sind nachwachsende Rohstoffe wie Leder, Eukalyptus-Holz, Naturfasern und Wolle verbaut. Zusammen mit den durchgehenden Sitzbänken und den gegenläufig zu öffnenden Türen entsteht somit eine Lounge-ähnliche Atmosphäre. Über mehrere Displays kann dem Fahrer ein Überblick zu dem aktuellen Stromverbrauch gegeben werden. Auch lassen sich darüber Navigation und Audioanlage steuern. Insgesamt bietet der i3 Platz für 200 Liter Gepäck. Mit diesem Elektroauto wird BMW im nächsten Jahr allem Anschein nach neue Maßstäbe setzen.

Wie man sieht gibt es viele verschiedene Ansätze für die Konzeption von Elektroautos. Welche davon am erfolgversprechendsten ist wird sich aber wohl erst in den nächsten Jahren zeigen, da der Markt für Elektroautos noch sehr jung ist.

 

 

 

 

 

 

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